
diesmal völlig unpolitisch 😉
Als ich gestern so durch den wunderschönen sonnigen Herbstwald lief, immer das Handy bereit um jeden schönen Moment einzufangen, mußte ich wieder mal über mein Alter nachdenken 😉
Das ergab sich aus dem Fotografieren. Welch eine wunderbare Entwicklung! Als Jugendliche hatte ich mit großem Stolz eine eigene kleine Kamera. Es gab schon diese Filmkasetten, dass man einen Film nicht mehr einfädeln und kurbeln mußte. Anfangs noch in Schwarzweiß, weil die billiger beim Entwickeln waren.

wir knipsten, genau wie heute, unsere geliebten Hunde und mussten damit leben dass von den 24 Bildern auf dem Film vielleicht nur drei oder vier gut waren, denn das sah man erst 14 Tage später, wenn die Fotos vom Entwickeln zurück kamen. Der Moment, den man hatte einfangen wollen, war unwiederbringbar dahin. Und es war auch für unser Taschengeldbudget ziemlich teuer!
Die Kameras wurden besser, einfacher, dann eine Spiegelreflex bei der man, wenn man reinschaute, sehen konnte, was man fotografierte und viele Dinge von Hand einstellen musste und konnte. Wie toll! 2003, als Sandy bei mir einzog, wurden auch diese ersten Bilder noch „von Hand“ gemacht und hatten nichts mit den Möglichkeiten heute zu tun.

dann ging es rasend schnell, die ersten Digitalkameras, wie toll war das denn? Man konnte tausend Bilder machen, auf dem Display auswählen welche die schönsten sind und die anderen wieder löschen. Es gab ein Kabel um sie auf den Computer zu übertragen. Ich befasste mich erst mit Paint und dann mit Photoshop und den ersten Schritten der Bildbearbeitung. Auf einmal konnte man den Putzeimer im Hintergrund entfernen oder einen Hund ausschneiden und freistellen. Man mußte es aber können! Ein bißchen mehr Licht, ein wenig mehr Kontrast im Handumdrehen (im Fingerdrücken 😉
Noch einige kleine Zwischenschritte und nun das Wunder Smartphone! Mit Kameras die besser sind als damals die meisten Digitalkameras, vollautomatisch macht sie optimale Bilder und wenn nicht ist ein Programm dabei, wo du rausholen kannst was du möchtest…. inkl diverser Spielerein für den der’s mag, mit lustigen Sprechblasen, fliegenden Herzchen oder was auch immer. Können muss man nicht mehr viel und dennoch gibt es noch den Blick für den richtigen Moment. Den kann Dir niemand ersetzen…….. wenigstens ein wenig bleibt 😉
Hier mal ein Beispiel….. der Blätterteppich, exakt in ChouChous Farbe. Ein reizvolles Motiv

schönes Bild aber offensichtlich nicht auf das Licht geachtet, Licht von hinten macht den Hund viel zu dunkel durch die Schatten ……

einmal auf „Optimieren“ geklickt….. schon deutlich besser, das Sonnenlicht fällt durch die Bäume 😉

Jetzt die Spielerei: Porträtfunktion um den Hintergrund weich zu machen

und letztendlich noch die Farbe hochgezogen um den subjektiven Eindruck des Goldenen Herbstes zu unterstreichen? Das ist jetzt übertrieben um den Spaß an den Möglichkeiten zu zeigen….. So gehts und jeder kann das.
Dazu paßt dann noch dieses Insta Reel (bitte mit Ton) :
https://www.instagram.com/p/DQoepSNDQed/
Was ich eigentlich sagen wollte? Mir war es vergönnt diese ganze Entwicklung mit zu erleben und deshalb nehme ich das alles noch ein bißchen als Wunder und nicht als Selbstverständlichkeit. Und habe meine Freude daran, dass man heutzutage immer und überall schöne Momente festhalten kann.
Aber manchmal sollte man sie auch einfach nur genießen und im Herzen behalten….. das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar
ich muss leider immer nach einiger Zeit die Kpmmentare schließen weil die Spams zu viel werden…..
Hallo Karin und Hallo an alle anderen, die sich hier treffen.
Ich finde es hat soooo sehr zwei Seiten. Ich halte gerne einen Moment im Bild fest oder 2 oder 3 oder 17000, bearbeite aber nie was nach. Damit habe ich mich auch noch garnicht beschäftigt. Gefühlt ist es so gut, wie es halt ist. Da kommt auch der Punkt wo es mit dem Smartphone nervt .Wenn der Berg hoch oder die Schlucht grandios steil ist kann das Handy das einfach mal gar nicht abbilden. Oder wenn es einen tollen Mond oder so was in der Art gibt. Da denke ich dann das Auge kann es so wunderbar und ich genieße das jetzt. Außerdem frage ich mich manchmal ob es mit dem sehen vielleicht ist, wie mit dem Kopfrechnen und es wird für die nächsten Generation garnicht mehr so selbstverständlich sein die Welt außerhalb des Display zu erfassen ?
Das manuelle fotografieren hat für mich noch immer seinen Platz. Ich hatte zeitgleich mit der Digitalen Kamera eine manuelle Lomo Fisheye. Alle haben sich kaputt gelacht wenn ich mit meiner Filmrolle zur Drogerie gelaufen bin aber ich hatte den spannenden Moment wenn du den Umschlag öffnest und hoffst…..
Liebe Grüße Katja
Hallo Karin,
Dein Beitrag erinnert mich an einen Moment den ich als Kind, im Alter von vielleicht 10 Jahren, mit meinem inzwischen verstorbenen Vater erlebt habe.
Damals war ich mit meinen Eltern auf Juist.
An digitale Fotografie war Ende der 1970er Jahre, noch gar nicht zu denken.
Abends standen wir, mit etlichen Sommergästen gemeinsam, auf einer Düne und bewunderten einen phantastischen Sonnenuntergang.
Viele der Anwesenden sahen das Spektakel durch den Sucher ihrer Kamera.
Ich bedauerte nicht auch fotografieren zu können, wie schon gesagt, Filme und Abzüge waren teuer und ein Fotoapparat nichts allgegenwärtiges.
Mein Vater sagte damals, die Bilder die Du mit Deinen Augen aufnimmst und in Deinem Kopf aufbewahrst sind viel wertvoller als alles was Du fotografieren kannst. Außerdem bist Du so mit dem fotografieren beschäftigt dass Du den Moment gar nicht richtig genießen kannst.
Wir recht er damals hatte ist mir erst viel später klar geworden.
Natürlich zücke auch ich immer mal wieder das Handy um schöne Eindrücke und Momente fest zu halten.
Häufig lasse ich es aber auch bewusst in den Hosentasche, denke an meinen Vater und genieße den Moment mit allen Sinnen.
Ich denke auch manchmal nach, was in meiner Lebenszeit alles passiert ist und der Gedanke an die Zukunft- also wenn das in der Geschwindigkeit weitergeht, wo landen wir? Kann man sich wahrscheinlich in den kühnsten Träumen nicht vorstellen. mach weiter schöne Bilder und lass uns am Leben des Rudels teilhaben! Dann wird die Freude geteilt und geteilte Freude ist doppelte?
Liebe Grüße
Mechtild
ich bin ja auch so ein fotofreak. als kind war meine erste kamera so eine ritsch-ratsch-pocket von agfa.
irgendwann habe ich dann mal eine alte spiegelreflex von zeiss geerbt. alles noch ohne batterie und mit festen objektiv.
um da alles gut belichtet und scharf zu bekommen, durfte es sich möglichst nicht bewegen…
heute knipse ich – mangels smartphone – immer noch mit kameras aber natürlich digital. eine kompakte, die immer griffbereit liegt und eine systemkamera, deren bilder natürlich noch etwas besser werden.
und geknipst werden natürlich überwiegend die hunde oder die pflanzen im garten ;-).
einmal zum jahresende aber, werden alles bilder durchgesehen und das „best of“ auf einen usb stick gezogen und dann geht´s ab in die drogerie oder den mediamarkt und ich steh wie immer erstmal wie ein depp vor dem gerät bis ich den laborauftrag finde (daß man da auch über den bildschirm wischen kann, habe ich noch nicht so richtig intus). kommt billiger als sofort drucken. kommen ja meist mindestens 100 fotos zusammen.
und wenn die bilder dann da sind, werden sie in schöner altmodischer weise in ein fotoalbum geklebt, von denen ich hier schon einige habe.
die digitalen werden dann für alle fälle nochmal auf einer externen festplatte gesichert (gebranntes kind). hier kommt nix in ´ne cloud…
ach ja, die festplatten meiner laptops müssen auch immer größer werden, da ich immer alle digitalen bilder seit 2006 drauf haben will.
ich bin kein großer freund vom bilder nachbearbeiten.
anfangs hat man mal die spielereien ausprobiert was halt so geht.
aber bei mir sollen die bilder genau das zeigen, wie es eben auch war. auch habe ich nicht ständig eine kamera dabei um auf alles draufzuhalten was nicht bei 3 auf dem baum ist, wie es ja viele machen. und dann während des spaziergangs mehr auf´s smartphone glotzen als auf den hund oder die umgebung.
natürlich gibt´s immer mal so momente, wo man denkt, mensch hätte ich jetzt mal den foto dabei gehabt.
eine große trauerweide mit raureif, die aussah wie der baum bei avatar.
oder als vor vielen jahren mein mittelspitz den coca-cola weihnachtstruck anpinkelte 🙂
Das hat der kleine Prinz ebenso erklärt. Recht so .
Liebe Karin,
oh ja, da sagst Du was. Manchmal muss man sich bewusst daran erinnern, einfach einen Moment zu genießen, weil man dazu neigt, ganz schnell das Handy zu zücken, auf der anderen Seite ist es natürlich toll, schnell schöne Augenblicke und Motive einzufangen in guter Qualität. Deine Bilder sind wunderschön und Pearl natürlich sowieso! Herbstfarben passen wunderbar – und ich finde, zu Black and tan- und Apricot-Locken.
Danke für Deine immer lesenswerten Beiträge!
Seid alle herzlich gegrüßt!
Anja und Familie mit Quixi und Naila
Wow. Deine Weisheit und Dankbarkeit ist toll und sollte vielen ein Vorbild sein. Demut und die Vergänglichkeit des Moments geht bei vielen leider verloren. Schön, es so zu lesen und erfüllt mich mit Zufriedenheit. Danke Karin für die Worte, die schönen Fotos und die Spielerei. Ich freue mich auf weitere inspirierende Momente mit Dir! Danke