Glückspudel 'vom Salzburger Kopf'

Kleinpudel – Black and Tan Pudel – Mittelpudel – Naturpudel-Allergie-Pudel

die Wiese im Juli

immer auf der Suche nach einer Neuentdeckung oder einer besonders schönen Blüte, aber dabei darf ich nicht die völlig normalen oder eher unscheinbaren Pflänzlein vergessen, die uns so immer begleiten. Z.B. den Giersch (78)

Breitwegerich(79)

Schafgarbe(80) und Kamille (81)

das Wiesenlabkraut (82)

 

das echte Labkraut (83)

und das fiese Klettenlabkraut (84), was uns Hundebesitzer besonders erfreut, denn es kleben nicht nur die Stängel und Blätter wie die Pest, sondern die Krönung sind dann noch die Samenkügelchen, die sich besonders intensiv und hartnäckig im Pudelfell festhalten

Das Labkraut hat seinen Namen, weil es früher tatsächlich als „Lab“ zur Käseherstellung verwendet wurde. Eine sehr wichtige Pflanze, denn es gibt viele Insektenarten die auf sie angewiesen sind, z.B. der Tatzenkäfer (den meine Kinder früher immer Klammerkäfer genannt haben, weil er sich so fest an die Finger anklammern kann, dass man ihn kaum abkriegt 😉 ) der das Labkraut sowohl für die Eiablage wie zur Ernährung der Larven braucht.

Hier nochmal das kleine und zierliche Sumpflabkraut, dass sich im Schilf versteckt:

das große Mähdesüß (85)  der Name kommt davon, dass es einen sehr starken Geruch ausströmt, besonders nach der „Mahd“ Man hat mit den getrockneten Blüten früher die Böden bestreut um den Raumgeruch aufzufrischen. Keine schlechte Idee, so eine Kräutermischung.

ein paar vereinzelte Kornblumen (86)verstecken sich im hohen Gras

und jede Menge Johanniskraut(87). Als ich noch Ponies hatte, war es mir ein Dorn im Auge. Seine phototoxische Wirkung kann bei Schecken oder Schimmeln zu vermehrtem Sonnenbrand führen, wie ich leider durch unangenehme Erfahrungen feststellen musste. Andererseits ist es ein beruhigendes Heilkraut was bei Depressionen eingesetzt wird. Aha – wenn man dann einen Sonnenbrand hat muss man sich nicht aufregen ? 😉  (Scherz!!!!)

es sind ganz offensichtlich zwei verschiedene Arten Johanniskraut, dieses hier ist definitiv das „echte“ aber so ganz bin ich hinter das Geheimnis noch nicht gestiegen, das hat wesentlich kleinere Blätter als das andere, sind es nun verschiedene Sorten oder  Unterarten vom „echten Johanniskraut“ (88).

eine Bergplatterbse (89) ein großer „Busch“, der einer Erbsenpflanze tatsächlich sehr ähnlich sieht

die ersten Kerzen des Weidenröschens(90) in eher schattigen Waldrandlagen

faszinierend, wie der Klee das Labkraut benutzt um sich hochzustützen

 

sehr hübsch das Leinkraut(91), auch kleines Löwenmäulchen genannt

und die Wiesenplatterbse(92)

meine geliebten Malven(93), das waren immer wundervolle Blumensträuße, die jeden erfreuten. Heute sind sie mir fast zu schade zum Pflücken

nichts übertrifft das knallige Gelb der Färberkamille(94), eine faszinierende Farbe

die vielen bunten Blümchen rund um den frisch aufgeschütteten Hügel zähle ich nicht mit, denn sie entstammen einer Tüte Samen für Wiesenblumen. Hier würde ich erst abwarten, was hier leben möchte und also  im nächsten Jahr wieder kommt.

und da möchte ich gerne aus dieser Erfahrung heraus den Hinweis  geben, sich beim Anlegen einer Blumenwiese nicht mit den Fertigmischungen vom Discounter oder Supermarkt verführen zu lassen. Die enthalten fast nur einjährige Schnellblüher, die hier zum größten Teil nicht hingehören und deshalb auch nur für einen schnellen Effekt gut sind. Eine wirklich nachhaltige Blumenwiese kann man nur mit einheimischen und Standort gerechten Sorten erhalten, zu beziehen z.B. hier :Hof Berggarten

aber das nur am Rande 😉

dann fand ich noch

die Sumpfscharfgabe (95)- da wäre ich nie drauf gekommen dass die „echte“ und diese hier was miteinander zu tun haben 😉

 

an der Böschung das Pfennigkraut(96)

den scharfen Mauerpfeffer(97) , dort wo ich die Bruchsteine aufgestapelt habe

die Braunelle (98)

der Feinstrahl(99) oder auch das einjährige Berufkraut genannt. Bis zu einem Meter tief geht die Wurzel dieser Pflanze. Kein Wunder, dass sie als eine der wenigen bei diesem Wetter nicht die Köpfe hängen läßt.  Interessant ist schon die Namensbedeutung: Das Berufkraut heißt nämlich so, weil es gegen“ Berufung“ schützt. Der alte Begriff für  Verhexung, Verwünschung und allerlei angezauberte Beschwerden.  Gut zu wissen 🙂 

und den Platz Nummer 100 bekommt die Margerite, fast hätte ich sie vergessen !

Wenn ich durch das hohe Gras laufe, begleitet vom Gezirpe der Heuschrecken, flattert es rundum in so großer Zahl, dass ich viele gar nicht identifizieren kann. Manche Falter sind extrem scheu aber gesichert habe ich inzwischen 12 verschiedene Arten festgestellt. Aber wie schon gesagt, das Insektenthema verschiebe ich auf’s nächste Jahr sonst wird es mir zuviel. Aber die Faszination hält an!

das Seifenkraut(101)  ich kenne es aus den Ayla-Büchern. Sie schlägt es bis es schäumt und wäscht sich dann damit ihre Haare – wäre mal einen Versuch wert 😉

ebenfalls nicht ganz sicher, eine wollige Kratzdistel (102) riesengroß, über 2m steht sie am Zaun und lockt die Hummeln an

und das Springkraut(103), ein sogenannter Neophyt, eigentlich aus Indien stammend erobert sie unsere Wälder und wird dort auch oft als Feind beschrieben. Vor vielen Jahren(in Unkenntnis der Sachlage) hatte ich Spaß an diesem kräftigen Lila und nahm mir aus dem Wald ein paar Samen mit. Seither mäandert es durch das Sumpfgebiet und an den Rändern in schattigen Lagen. Bisher hat sie nicht die Weltherrschaft übernommen sondern erscheint mal hier mal da und läßt sich ganz leicht durch ausreißen im Zaum halten dort wo sie nicht hin soll. Ich kann auch nicht erkennen dass sie irgendwas verdrängt sondern sie lebt friedlich neben Weidenröschen und Brennnesseln. Unbezahlbar ist der Spaß der Kinder mit den explodierenden Samen! Und nicht nur der Kinder……. 😉

Den Bogen schließend blüht am Teich zur Zeit natürlich der Froschlöffel (104)- den finde ich eher lästig denn er vermehrt sich unglaublich und verdrängt sogar den Rohrkolben. Wegen ihm muss ich jedes Jahr im Teich Unkraut rupfen wie sonst im Gemüsebeet, sonst wäre in drei Jahren alles voll davon!

Apropos Jäten, niemand soll glauben, meine heimische Wildnis würde keine Arbeit machen. Was natürlich aussieht muss dennoch, wenn auch in Maßen, reguliert werden, wenn ich die Vielfalt erhalten will. So muss ich wuchsfreudige Pflanzen wie z.B. die Brennnessel (wie schwer mir das mit den drei „n“ fällt 😉  ) natürlich im Zaum halten, Büsche schneiden und langes Gras im Herbst mähen und abräumen. Von den einjährigen Pflanzen nehme ich im Herbst Samen ab, die ich im Frühjahr wieder ausstreue, sicherheitshalber, die vielzähligen Wühlmäuse, die auch in der Wiese leben, könnten sonst manches zunichte machen. Und der Teich ist da besonders pflegeintensiv.
Im ersten Jahr kauft man Pflanzen oder holt sie aus Teichen von Freunden, im zweiten Jahr freut man sich, wenn sich die ersten festgesetzt oder gar vermehrt haben und spätestens im dritten Jahr beginnt man dann sie zu reduzieren weil sie die Herrschaft über die Fläche ergreifen wollen, das gilt besonders für Mummel, Froschlöffel und Schilf. Dann steht man im Schlamm und bemüht sich die hartnäckigen Wurzeln rauszuziehen und nicht selten plumpst man dann einfach hinein, wenn diese plötzlich nachgeben. 😉  Zur Zeit muss man auf die tausende kleinen Molche achten, die sich im Pflanzen- und Algendickicht verstecken und noch mit Kiemen kaum als solche zu erkennen sind. Am Ufer wimmelt es von Winzfröschen die so langsam umziehen und ihre Wasserheimat verlassen. Kröten und Grasfroschnachwuchs in der Hauptsache.

Gestern hob ich einen Stein hoch und darunter saß eine riesengroße Kröte. Zwei Besuchskinder rannten weg und schrien „igitt wie eklig, die beißt“  Ich kann nur alle Eltern bitten, ihre Kinder mit der Natur zu erziehen und ihnen nicht solche Feindbilder beizubringen. Keine Kröte geht aktiv zum Angriff über oder verfolgt kleine Kinder. Wenn man sie anfasst, sollte man sich danach die Hände waschen, weil sie natürlich versucht, ihr Leben zu retten und ein giftiges Hautsekret absondert. Für Menschen ungefährlich.
Es ist schon vorgekommen dass ein Hund abends mit Schaum vorm Maul und heftigen Abwehrbewegungen , wie Kopfschütteln , Schnauze scheuern und würgen, zur Tür reinkam. Offensichtlich hatte er draußen eine Kröte gefunden und dran geknabbert. Und sicher was gelernt! Das macht kein kluger Hund zweimal! Hätte er sie allerdings gefressen, wäre Tierarzt angesagt denn das könnte tödlich enden! Aber so doof sollte er nicht sein, obwohl – manche Rassen schlucken ja bevor sie denken, dieses Problem haben Pudel wohl eher selten 😉

auch die weiße Seerose(105) hat dieses Jahr mächtig zugelegt.

leider ist der Wasserstand immer noch gut 80 cm unter normal. Es gibt also nicht die geringste Entwarnung für unser Grundwasser! Vielleicht muss ich damit leben dass er nie wieder so wird wie vorher. Noch können die Moderlieschen schwimmen und ein paar Bitterlinge habe ich auch gesehen aber die Gefahr der Verlandung wird natürlich immer höher. Ich hoffe nicht, dass ich eines Tages aufgeben und zulassen muss, dass es ein Sumpf wird oder vielleicht ganz austrocknet. Aber es ist eben ein echter Teich und hat keine Folie. Es wäre sehr schade um diesen wunderbaren Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.

die Moderlieschen hatten seit drei Jahren zum ersten Mal im Sommer richtig Platz zum Schwimmen,

 
 
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….und man konnte mehrer Größen an Jungfischen erkennen, die sich im Uferdickicht tummelten, das finde ich wirklich schön nachdem ich schon die Befürchtung hatte, sie wären dem sinkenden Grundwasserspiegel zum Opfer gefallen.

 
 
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zum ersten Mal habe ich auch eine Ringelnatter gesehen, von deren Existenz wußte ich zwar aber wirklich schwimmen gesehen hatte ich noch nie eine .

 
 
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neu auf dem Hügelrand war eine Knäuelglockenblume. Ich geb ja zu, ich habe am Wegesrand etwas Samen mitgenommen…. aber diese Aktionen sind auch nicht immer erfolgreich.

 
 
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hat ein bißchen was von Enzian
 
 
 
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neu ist auch die Wegwarte, am aufgeschütteten Hügel mit kargem Boden, das schöne Blau ist echt ein Gewinn.

 
 
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und wird von den Wildbienen geschätzt.
 
 
 
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viele Bläulinge habe ich in diesem Jahr entdeckt, die scheinen mehr geworden zu sein.

 
 
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der hier heißt Heuhechelbläuling
 
 
 
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wenn er die Flügel aufschlägt sieht er dann so aus, aber da ist schwer nah ranzukommen 😉
 
 
 
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die „Krönung“ war dann wohl der Ameisenbläuling, der deshalb besonders spannend ist weil er in einer sehr komplexen Symbiose mit der Pflanze Wiesenknopf und einer Ameisenart steht, die seine Eier den Winter über in ihrem Nest versorgt. All das ein Beweis, wie schön es ist, dass unsere Wiesen immer extensiv bearbeitet wurden, was sich leider zur Zeit massiv ändert, dem Industriebauern sei Dank. Wer mehr als 1000 Kühe hat muss halt viermal mähen und seine Gülle loswerden.

 
 

Zurück zur Schönheit der Natur 😉

 
 
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die Pfauenaugen waren diesmal deutlich weniger als im vorigen Jahr

 
 
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dafür auf einmal jede Menge Landkärtchen, die sind so hübsch

 
 
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dieser hier ist ein bisschen lädiert, vielleicht einem Fressfeind entkommen?

 
 
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ein brauner Waldvogel

 
 
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ein Kaisermantel

 
 
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dieser Winzling auf einem Sonnenhut heißt Brennnesselhahn

 
 
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auf einem Blatt am Teich wurde mir zum ersten mal bewusst, dass Wasserläufer Räuber sind. Hier hat er einen Ohrenkneifer erlegt.
 
 
 
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neu und wunderschön, mehrere Oreganos, die von vielen Schmetterlingen begehrt sind. Freut mich sehr, dass diese schöne Wildform des Marjorans ihren Weg auf meinen Steinhaufen gefunden hat.

 
 
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der Blutklee kann nur einem dieser Samentüten entsprungen sein, denn eigentlich ist er mediterran. Sowas bringt doch langfristig gar nichts.

 
 
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diese Königskerze ist in ungewohnte Höhen gewachsen, mindestens 3,50 m.

 
 
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genau wie dieser Beifuss, der größte den ich je sah, die scheinen also beide Nässe zu mögen

 
 
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noch ein kleiner Fuchs

 
 
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eine ganz besondere Kreuzspinne

 
 
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Keilfleckschwebfliege
 
 
 
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Blattwespe
 
 
 
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Wollschweber

 
 
 

 

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zum Abschluß eine Komposition aus Springkraut und Blutweiderich alles in Lila. Meine Mutter sagte immer: Lila ist der letzte Versuch, paßt ja zum Herbst 😉
 
 

 

 

Juni 2       August

 

 

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