Glückspudel 'vom Salzburger Kopf'

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Die Wiese im November

Geht es mir alleine so, dass dieses Jahr der November-Blues besonders heftig ist? Kann es sein, dass nach so einem Sommer die Dunkelheit viel schwerer zu ertragen ist? Der oft bewölkte Himmel bringt zwar den heiß ersehnten Regen aber……

leider mußte ich feststellen, dass die Wühlmäuse den tiefen Wasserstand genutzt haben um das gesamte Ufer zu unterhöhlen und an der Seite wo es abwärts geht, hörte ich das Teichwasser weggluckern. Klar, die Biester werden ertrinken, womit ihr Bestand hoffentlich etwas reduziert wird aber mir läuft auch das Wasser weg und der Teich hat keine Chance wieder richtig voll zu werden, denn so eine Schermaus macht schon riesige Löcher 🙁  So ist auch im Paradies nicht alles perfekt.

Smilla hat sich entschlossen mir bei der Vertreibung zu helfen das sieht dann so aus, weil beim Buddeln immer alles unter Wasser steht 😉

und die Frage ist, ob es nicht weniger Arbeit für mich wäre, die Gänge selbst zu verschließen …..

ansonsten hat der November natürlich viel Stimmung zu bieten, Gedanken über die Vergänglichkeit nachzuhängen und die Natur zu bewundern, denn immer noch blüht es an vielen Stellen

während die Bäume sich verfärben …

die Buchen sind immer besonders hübsch, wie das leuchtet selbst bei grauem Himmel!

der rote Cornus hat schon alles von sich geworfen

 

da liegen sie und sollten als wertvoller Dünger auch liegen bleiben. Wenn man seinen Rasen abharkt sollte man diesen Rohstoff nicht wegwerfen sondern unter den Büschen damit mulchen, ein Versteck für viele Tiere, ein Fest für die Regenwürmer und Schutz des Bodens vor Frost. An dieser Stelle muss ich leider an Laubbläser denken, neben den Rasenmährobotern wohl das dekadenteste was die Garten-sauber- Fraktion bisher erfunden hat. Da wird jede Menge Energie aufgewendet um Laub durch die Gegend zu blasen, von der Lärmbelästigung gar nicht zu reden. Oder Einsaugen und zerkleinern, inkl allem was daran und darin lebt.  Einen Rechen in die Hand zu nehmen wäre wohl zu anstrengend aber hinterher geht man ins Fitnessstudio um etwas Workout zu betreiben 😉

Der Buchsbaum kennt das Problem nicht. Diesen hier habe ich vor vielen Jahren von einer Reise nach Giverny(die Heimat von Monet) mitgebracht als ganz kleinen Setzling, der gerade seinem Samen entsprossen war. An den Uferhängen der Seine waren ganze Wälder davon und ich hatte bis dahin gar nicht gewußt, dass das richtig große Bäume werden können und wie schön sie dann sind. Dann habe ich ihn an den geschützten Hang des Teiches gepflanzt in der Hoffnung, dass das ein ganz klein bißchen seinem ursprünglichen Lebensraum ähnelt. Er wächst langsam, aber er wächst und jedesmal wenn ich daran vorbei gehe erinnere ich mich an schöne Tage. 

das Schilf wird komplett braun, was es so wunderbar rascheln läßt, auch hier gibt es sicher Mäuschen.

 

bei den Weidenröschen hat auch der Samenstand noch seinen Reiz und das Springkraut trägt seine allzeit explosionsbereiten Kapseln

 

die nach der Berührung dann so aussehen nachdem die Samen weit geschleudert wurden

Noch ist es überwiegend grün um mich rum, auch jetzt noch hat “die Wiese” ihren Reiz nicht verloren, es gibt immer wieder schöne Motive. Ich bin gespannt wann der erste Schnee fällt. Und ob überhaupt. Es ist schon deutlich zu beobachten, dass das auch hier oben auf unserem kalten Hügel sehr viel weniger geworden ist. Wir sollten es ernst nehmen.

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One thought on “Die Wiese im November”

  1. Liebe Karin,
    wie immer ein lesenswerter, schöner und auch immer etwas humorvoller Beitrag (Smilla 🙂 – super nach Dusche sieht sie aus),
    a la Karin halt. Jetzt muss man ja noch mehr Zeit einplanen, die interessanten Schreibergüsse von Euch zu lesen, nachdem es jetzt auch noch einen neuen Blog gibt – sehr schön zu lesen jedenfalls, ich werde es verfolgen Querverweise wären praktisch, damit man auch alles mitbekommt.

    Lieben Gruß aus Waldfenster, Anja

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