Glückspudel 'vom Salzburger Kopf'

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die Wiese – im September

sie geben alle immer noch ihr Bestes, so wie der Blutweiderich oben auf dem Bild – ein Prachtstück! Dennoch ist unverkennbar dass sich das Blüh-Jahr dem Ende zuneigt. Bleibt mir noch ein paar versteckte, eher unscheinbare aufzustöbern, von denen ich sicher noch viele übersehen habe. Das Hirtentäschel z.B. hat so viele ähnlich aussehende kleine Freunde, die zu identifizieren auch wieder eine Wissenschaft für sich ist. Aber- wie schon wiederholt gesagt – ich brauche ja auch noch eine Herausforderung für das nächste Frühjahr 🙂

 

noch nicht gezeigt habe ich die wilde Möhre(132), an der Blüte erkennt man deutlich die “Möhre” in der Mitte. Ein unverkennbares Zeichen ist auch die Körbchenbildung nach der Blüte

im Gebüsch entdecke ich einen wilden Meerrettich (133)mit seinen riesigen Blättern, leider ist die Blüte wohl schon weg. Diese Wurzeln kann man ausgraben und sie schmecken wirklich – aber sehr scharf!

das Schilf blüht(134), in ca drei Meter Höhe schwingen die Wedel im Wind, wunderschön. Natürlich ist das eigentlich auch “nur” ein Gras 😉 aber imposant. Die Ähre ist mindestens 30 cm lang.

sieht aus wie eine Ackerwinde- verhält sich auch so, und blüht wie ein Knöterich – der Windenknöterich (135)  man muss schon ein wenig hinschaun um ihn zu entdecken, denn jetzt erst kommt er hochgekrochen an irgendeiner Pflanze die er zum Beklettern auserkoren hat

im ungemähten Gebiet findet sich noch der weiße Gänsefuß(136), ist so groß und überhaupt dem Beifuß optisch sehr ähnlich.

auf ähnlichem Boden auch das kanadische Berufkraut(137), ebenfalls von imposanter Größe (ca. 1,5 Meter)

und hier noch das schmalblättrige Greiskraut(138), nie hätte ich das gedanklich in diese Familie gesteckt. Sieht doch vielen anderen gelben Wiesenblumen sehr ähnlich- aber man lernt nie aus 😉

und dann auch noch dieser kleine Überlebenskünstler hier, den zu identifizieren gar nicht so einfach war. Vogelknöterich(139) nennt sich dieses kleine krabbelnde Kraut dass sich mit Vorliebe auch an völlig unwirtlichen Stellen, wie Pflaster, Wege, Rasenflächen und überhaupt überall ausbreitet. Egal wie verdichtet der Boden ist, die lange Pfahlwurzel hält sich fest und oben sprießt und krabbelt es in alle Richtungen. Wenn man genau hinschaut hat es in den Blattachsen winzig kleine weiße Blüten (Stecknadelkopf groß) Es gibt jede Menge Unterarten mit denen ich mich aber nicht befassen möchte.

 

und wenn ich nun noch den Schachtelhalm, der im feuchten Bereich am Waldrand massig sprießt, hinzuzähle bin ich bei 140 Arten.  Und dabei ist gar nichts Besonderes, nichts wirklich außergewöhnliches. Das ist allein die “ganz normale” Artenvielfalt auf einem abwechslungsreichen Grundstück von fast 8000 m². Das ist die Artenvielfalt die es zu erhalten gilt. Die wir bereits mit regelmäßigem Rasenmähen auslöschen, gar nicht zu reden von Unkrautbekämpfung. Wer will denn entscheiden was “Un”Kraut ist? Natürlich gibt es den Begriff nur für uns Menschen. Nicht umsonst müssen wir jäten wenn wir die von uns erwünschten Pflanzen schützen wollen, eben weil die natürlichen Kräuter und die standortgerechten stärker und widerstandfähiger sind. Aber doch auch schön, sowohl im Detail wie in der Menge. Wie oft habe ich auf der Bestimmungssuche als erstes einen Googleeintrag mit Bekämpfungsmaßnahmen gefunden, Tipps für das richtige Gift für die jeweilige Pflanze “muß vernichtet werden”  . 

Es macht mir große Freude zu sehen, dass ich immer öfter an Gärten vorbeikomme wo eine Ecke in Ruhe gelassen wird, wo ein Stück Wiese blüht und nicht abrasiert wurde. Es scheinen doch immer mehr Menschen umzudenken.
Geschorener Rasen ist ökologisch fast so unnütz wie eine Betonfläche, außer dass das Wasser versickern kann. Und Rasenmähroboter sind die absolute Krönung des ökologischen Wahnsinns! Automatische Killer, die jedes Pflänzchen und jede Blüte abrasieren bevor sie sich entfalten kann. Wofür? Nur damit es “ordentlich” aussieht? Soll das wirklich unser Maßstab sein? Nicht immer auf die Landwirte schimpfen, denn auch wir könnten unser Verhalten ändern, zumal bei uns nicht das Familieneinkommen vom gemähten Rasen abhängig ist.

Sorry für harte Worte, aber wenn ich inmitten dieser Vielfalt lebe muss ich doch einfach so denken, wir entfernen uns immer mehr von der Natur und das ist keine gute Richtung. Ein Anhalten reicht nicht, ein paar Schritte zurück müssen wir schon machen. 

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One thought on “die Wiese – im September”

  1. Liebe Karin,
    ich finde deine Berichte immer sehr spannend 🙂 . Bei mir im Garten darf auch jedes “Unkraut” wachsen, ich freu mich drüber, auch wenn der Garten lange nicht so groß wie deiner ist.

    Liebe Grüße
    Alexandra und die Mädels

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