Glückspudel 'vom Salzburger Kopf'

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Welpen Leitfaden

man erzählt so viel aber so wenig bleibt hängen in der allgemeinen Aufregung und Vorfreude auf den neuen Welpen. Für die, die trotzdem ab und an einen guten Rat möchten, schreibe ich diesen einfach mal auf .

1.Immer mit der Ruhe ! Laßt den Kleinen ankommen. Meiner Meinung nach sollte er mindestens eine Woche haben in der er nur Zeit hat, sein neues Rudel kennen zu lernen, die Trennung von seiner Familie zu verarbeiten und sich im neuen Umfeld zurecht zu finden. Erst danach gehe man mit ihm raus und erkundet gemeinsam die Welt. Stellt Euch ganz einfach vor wie viel leichter es ist an der Seite von einer vertrauten Person in einer fremden Stadt oder sogar einem fremden Land zu sein, dessen Sprache man nicht spricht. Und egal was passiert, sei es der fremde Hund oder der Straßenverkehr. Alles lässt sich leichter ertragen wenn man sich gut beschützt fühlt und einen sicheren Platz im Rudel hat..

2. Sauberkeitserziehung ist kein schwieriges Kunststück, Wenn man in der ersten Woche wirklich aufpasst und den Kleinen immer früh genug rausbringt, auf einen festen Platz wo er mit einem Losungswort animiert wird, wird er das ganz schnell kapieren. Falls es einmal daneben geht haue man sich selbst die Zeitung auf den Kopf weil man nicht aufgepasst hat. Nach jedem Essen,Trinken, Spielen oder Schlafen wird er anfangs müssen. Er zeigt es bei genauer Beobachtung aber immer an, wenn er sucht oder kreiselt. Das heißt, nicht nach der Uhr „alle zwei Stunden“ sondern nach der Beobachtung des Hundes richten!

3. Beißen – wohl das schwierigste Thema überhaupt weil man spätestens hier lernen muss, klare Grenzen zu setzen. Wer das nicht für nötig hält, bekommt ein Problem, denn das schaukelt sich hoch. Vor allem im Spiel mit Kindern, die quietschen und rennen und die Hände schnell bewegen. Zunächst sollte von Anfang an grundsätzlich nicht mit den Händen gespielt werden. Ich versuche das bereits hier bei den Besuchern zu unterbinden weil fast alle Menschen das nur allzu gerne tun. Wie oft höre ich den Satz „solange er nur knabbert darf er das“ nein- ein Hund kennt nicht „ein bisschen“ der kann nur lernen wenn er etwas gar nicht darf. Nachdem er das kann, kann man ja irgendwann viel später wieder ein zärtliches Knabbern zulassen, aber wirklich erst, wenn er auch den Unterschied begreifen kann.
Beißhemmung ist nicht angeboren sondern wird durch die Reaktion des Gegenübers erlernt. Das Geschwister quietscht , die Mama knurrt, beides sind für den Welpen Abbruchsignale, die man durchaus selber probieren kann. Aber- und ganz wichtig- wenn der Hund dann abbricht ist er kurzzeitig verunsichert und man muss ihn sofort auffangen und ihn loben wie Bolle!

Ich persönlich bevorzuge ein scharfes „Sch“ als Abbruchsignal, weil allein der Ton oft schon reicht, dass der Kleine mich anguckt, wofür ich ihn dann loben kann. Reagiert er nicht wird nochmal gezischt und gleichzeitig ein Stoß mit zwei Fingern seitlich in den Halsbereich oder die Schulter. Die Stärke dieses Stoßes ist abhängig von der Sensibilität des zu Erziehenden. Das macht Mama auch. Beim zweiten oder dritten Mal reicht dann das „Sch“. Auf jeden Fall loben, wenn er dann aufhört und sich mir zuwendet! Gerne auch mit Leckerchen.

Diese einmal sicher geübte Abbruchsignal kann man später für alles Mögliche gut gebrauchen, sei es der Köder im Gebüsch, der sich anbahnende Streit mit einem anderen Hund oder das Anspringen fremder Personen.

aus Gesprächen hörte ich Ratschläge wie „Schnauze zuhalten“ oder “ in die Box sperren“ – völliger Blödsinn, Schnauze zuhalten wird nur zu Abwehr führen und die Box sollte nicht als Strafe verwendet werden. Ein Abbruchsignal ist lebenswichtig für die nächsten 15 Jahre und muss unbedingt eingeübt werden, egal wie es heißt. Es soll nur bedeuten, „hör auf mit dem was du grad tust“

3. Die ersten Spaziergänge an der Leine müssen natürlich ohne jedes Ziel stattfinden. Es gibt soviel zu gucken und zu staunen und zu schnüffeln für den Kleinen! Hunde sind Nasentiere, nie sollten wir unterschätzen, welcher neuen und unheimlichen Geruchswelt sie draußen ausgesetzt sind. Vielleicht hat gerade der Rüde von nebenan sein Revier markiert und das bedeutet für den Kleinen „bis hierhin und nicht weiter“ allerdings verlangt sein Mensch dass er weiter geht. Solche und ähnliche Konflikte, die wir gar nicht bemerken, werden täglich stattfinden. So ist der Ausflug für den Kleinen leichter Dauerstress und das wäre vielleicht ein Grund, diese Ausflüge anfangs tatsächlich kurz zu halten oder den Kleinen zwischendurch mal auf dem Arm zu tragen. Stress blockiert Lernen und sollte immer nur kurz stattfinden und nicht über einen längeren Zeitraum andauern. Hat man jedoch das Gefühl dass er frei und offen los marschiert und einfach nur neugierig ist, spricht natürlich nichts dagegen, auch längere Spaziergänge zu machen.

Bei Begegnungen mit fremden Hunden würde ich immer darüber nachdenken, wie ich mir meinen zukünftigen Begleiter wünsche. Und möchte ich nicht später, dass er wortlos an meiner Seite durch’s Getümmel geht und nicht bei jedem fremden Hund denkt:“oh, jetzt gibt’s Party“? Also werde ich nach Möglichkeit am fremden Hund, ohne diesen zu beachten, vorbeigehen. Sollen die Hunde miteinander spielen, geht man erst eine Weile parallel, bis die erste Aufregung verflogen ist und läßt sie dann frei für ein Spiel. Niemals aus der direkten Begegnung „Leinen los“ und Heidewitzka! Sonst bringt man dem Kleinen bei, dass Hundebegegnung immer Party bedeutet. Und das führt dann später zu den oft beobachteten Problemen.

Ähnlich ist es auch mit Menschen. Die meisten rufen sofort entzückt „oh ist der süß“ und locken ihn zu sich, er springt hoch und alle freuen sich. Nein, auch das will ich später nicht, denn die Freude lässt sofort nach, wenn der Hund gerade durch den Schlamm gelaufen ist und es gibt ja auch genügend Menschen, die Hunde nicht mögen. Also bringe ich ihm jetzt erst gar nicht bei, was ich später wieder abtrainieren muss.

5. Konsequenz ist das Zauberwort. Leider wird es sehr oft mit Härte verwechselt. Da hilft vielleicht der Satz :“ und vergeßt bei aller Konsequenz die Liebe nicht“ wörtlich heißt Konsequenz „Folgerichtigkeit und Schlüssigkeit“ In unserem Sinn aber auch, dass auf das gleiche Handeln immer die gleiche Reaktion folgt, denn nur so funktioniert lernen. Wie oben beschrieben, wenn er mich zwickt zische ich ihn an und zwar jedesmal und sage nicht „ach, diesmal war’s ja nur ein bisschen“.

Es geht niemals um Lautstärke, Härte oder gar Gewalt. Man kann auch sehr sanft konsequent sein, denn nur auf die Konsequenz kommt es an, nicht auf die Stärke, mit der etwas durchgesetzt wird. Viele Menschen sind bei Dingen die ihnen wichtig sind (er darf nicht ins Bett) sehr deutlich und bei anderen nicht. Auch das verwirrt den Hund, manchmal mag er uns für arme Irre halten, die nicht wissen was sie tun.

So sollte sich die Familie vor dem Einzug des Welpen zusammensetzen, die angestrebten Regeln besprechen und dann alle an einem Strang ziehen.

Zwar lernen intelligente Hunde auch dass sie beim einen dieses dürfen und beim anderen jenes, aber wollen wir das? Je mehr klare Führung der Hund spürt umso sicherer wird er sich fühlen und umso leichter wird das Leben für ihn und mit ihm. Oft liegen Kläffen und unsicheres Verhalten daran, dass der Hund mental überfordert ist und keine Sicherheit empfindet.

Immer dran denken, man legt jetzt die Grundlagen für 15 Jahre tolles Miteinander! Es lohnt sich!

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