Glückspudel 'vom Salzburger Kopf'

Kleinpudel – Black and Tan Pudel – Mittelpudel – Naturpudel-Allergie-Pudel

Zum Frühstück einen Hühnerhals…..

Futtertheorien hin oder her, ich plädiere ja immer dafür aus nichts eine Religion zu machen, sich nicht mehr Kopf über den Hund zu machen als über das eigene Frühstück und ich kann nur sagen, bei mir hat es bisher geklappt, meine Hunde sind gesund. Doch wie vermittelt man das am besten? Immer wieder schreibt man Texte, die aber nach einem Jahr wieder vom Alltag überholt wurden und deshalb möchte ich einfach lieber mit Beispielen arbeiten. Ab heute wird Futtertagebuch geführt! Mal sehen was dabei rauskommt 😉

TAG 1:
Zum Frühstück habe ich eine Packung Hühnerhälse aufgetaut, die unter die freudige Bande verteilt werden. Hühnerhälse übergieße ich einmal kurz mit kochendem Wasser um wenigstens die oberflächlichen Bakterien abzuspülen, dann erhält jeder zwei bis drei, je nach Größe. Kalzium erstmal gesichert! 😉

Seit einer Kochsendung mit Herrn Rach, in der er demonstrierte, dass es in seiner Küche so gut wie keinen Abfall gibt, weil er alles sammelt und dann für Saucenfonds verwendet habe ich gedacht, warum nicht auch für Hundenahrung? Seither sammel ich alles, heute z.B. waren es Kohlrabischalen, die ja immer sehr großzügig abgeschnitten werden, die Blätter und der Wurzelstrunk einer Porreestaude, eine handvoll Reis von gestern, ein paar Möhrenstücke und drei gekochte Eierschalen von unseren Frühstückseiern. Ich koche die Sachen bis sie weich sind mit sehr wenig Wasser, dann kommen noch die Salatreste des heutigen Mittagessens dazu und der kräftige Rührstab vermengt das alles zu Brei. Ein kleiner Löffel Jodsalz macht alles schmackhaft und wenn ich es dann unter den abendlichen Pansen mische, wird es begeistert gefressen.

Dieser Brei ist nie zweimal derselbe, stellt aber immer einen wunderbaren Querschnitt durch alle Mineralien und Vitamine dar. Was geht, wie Tomaten oder Zucchini wird auch roh untergemischt oder nur kurz mitgedünstet.

Heute abend also Pansen (grob gewolft) Muskelfleisch und Gemüsebrei (3:1:1) in den Napf und kein Krümel bleibt über.

Beim Zu-Bett-Gehen bekommt jeder ein Betthupferl, eine Stange getrocknete Ente, sicher das ober-oberLeckerchen was dafür sorgt dass alle begeistert mitlaufen wenn ich in mein Zimmer gehe..

TAG 2

Zum Frühstück bekommt jeder eine Handvoll Trockenfutter, weil ich vergessen habe etwas aufzutauen. Für Gizmo ist es das Non plus Ultra, seit ich Wolfsblut im Hause habe. Er hat Platinum überhaupt nicht vertragen und jedesmal mit übersäuertem Magen und “Katze im Bauch” reagiert. Jeder Hund ist anders, dafür mag Smilla  das Zeug überhaupt nicht. Damit sie dann trotzdem was in den Magen bekommt, schmiere ich ein kleines Stück Brot mit dicker Leberwurst und gebe ihr das.

Ich weiß, das ist unpädagogisch aber inzwischen weiß ich ! Richtig ist, was funktioniert und zu erwarten dass viele Hunde alle das gleiche Futter toll finden und gut vertragen ist einfach unrealistisch. Und spätestens mittags hätte ich sonst die gelben Kotzflecken auf dem Teppich und da siegt einfach der Pragmatismus!

Heute Mittag gibt es Spaghetti Carbonara. Auf Spaghetti sind alle Hunde ganz wild und deshalb koch ich gleich einfach mehr davon. Nach dem Mittagessem wissen sie schon Bescheid und warten in der Küche wo ich die “Reste” großzügig verteile. So bekommt jeder ungefähr eine Handvoll und die Kohlehydratzufuhr für den heutigen Tag ist auf jeden Fall gesichert.

Deshalb gibt es dann abends pures Fleisch, ca 250 Gr für jeden. Wieder Pansen als Grundlage, diesmal mit Herz 1:1 gemischt. Das Herz wird in Gulaschstücken angeboten.

TAG 3

Ich finde im Kühlschrank eine geöffnete Dose Würstchen, obenrum schon angetrocknet und nicht so, dass ich sie für uns noch verwenden möchte. Vier sind noch drin, was liegt also näher als kurzentschlossen die Frühstücksplanung zu ändern und jedem ein halbes Würstchen zu geben. Begeistert sitzen alle vor mir und hoffen auf mehr ! Aber als Frühstückshappen muss das reichen.

Die Hühner sind zur Zeit ausgesprochen legefreudig, deshalb mein spontaner Entschluss für heute  mal wieder Pfannkuchen zu backen, alle Hunde sind ganz wild darauf.

Also pro Kopf 1,5 Eier in den Pott, wenig Mehl und Mineralwasser dazu und  das heutige Smoothie, das aus  Salatblättern und Strunk und den Apfelresten vom mittäglichen Apfelpfannkuchen für die Menschen stammt. Breiig eingerührt und für jeden einen Pfannkuchen gebacken, wie immer ein wenig Jodsalz dazu und manchmal einen Löffel Algen(Calzium und Jod), wobei ich mit der Dosierung vorsichtig sein muss, da meine Spezialisten jeglichen Fischgeschmack ablehnen, es sei denn, es ist frisch gebratenes Fschfilet 😉

TAG 4

Einmal in der Woche gibt es zum Frühstück  Kalbsbrustbein, das fast nur aus Knorpeln besteht und einfach ganz weggeknuspert wird. Jeder liegt in seinem Körbchen und hat eine Viertelstunde gut zu tun. Zähneputzen und Kiefer kräftigen in Reinkultur!

Manchmal gibt es auch bei uns Menschen Fertigfutter, heute z.B. Pizza und alle Hunde knacken begeistert die Ränder der Pizza an denen ja auch noch  Geschmack hängt 😉 Beim Obstnachtisch freuen sich einige über Apfelsinenstückchen während andere Äpfel bevorzugen, jeder wie er mag oder auch gar nicht. Und ja, tatsächlich frißt auch einer gelegentlich eine Weintraube! Und lebt noch!

Zum Abendessen wieder die Pansenbasis ( nur von Weiderindern, darauf achte ich sehr, denn nur Kühe, die artgerecht gefüttert werden haben die gewünschte gesunde Bakterienflora im Bauch. Dazu gebratene Leber, ein absolut wichtiger Energielieferant, die auch das eher seltene Vitamin A enthält. Deshalb Vorsicht bei tragenden Hündinnen und es nicht übertreiben!

Leber macht eher Dünnschiss deshalb wird sie angebraten, schmeckt dann auch viel besser! Alle sind begeistert! Da ich heute kein Smoothie habe (wegen der Fertigpizza;-)  gibt es ein paar eingeweichte Haferflocken, mit der Leber kann ich alles füttern, wenn ich es mit durch die Pfanne schwenke, nimmt es den Lebergeschmack an.

TAG 5

Zum Frühstück viele Hühnerhälse, wie  Orgelpfeifen stehen sie vor mir. Alle haben gelernt geduldig zu warten bis ihnen ein Hals mit Namen gereicht wird und auch nur diesen zu nehmen. Wenn Hunde das nicht können wird es nämlich gefährlich seine Hand in diese Meute zu stecken, nicht jeder kann so genau und vorsichtig zielen in der Gier nach dem begehrten Leckerbissen.

Abruftraining auf der großen Wiese funktioniert am besten mit Fleischwurst. Und die billige vom Discounter toppt da jedes Hundeleckerli, und- ganz ehrlich – ist sicher auch nicht ungesünder wenn ich mal so überlege, was in denen so manchmal drin ist. Und es bekommt ja jeder nicht mehr als vier oder fünf kleine Stückchen. Aber dafür tun sie alles!

Heute ist ein besonderer Tag, denn es gab Suppenfleisch(Hohe Rippe ) im Angebot und jeder bekommt einen dicken Brocken. Wie ich es liebe, wenn sie, ihrem Naturell gemäß so richtig zerren, kauen und schlingen können um danach noch lange und ausgiebig die Knochen abzulutschen.

TAG 6

Heut mache ich es mir wieder einfach und jeder bekommt morgens  eine Handvoll Trockenfutter . Kurz danach finde ich drei eingetrocknete Brotscheiben und breche die durch um jedem ein Stück zu geben. Zufriedenes Knuspern verschönt mein Frühstück 😉

Das heutige Smoothie besteht aus Resten von Spinat und Kartoffelbrei des Mittagessens, wieder mal Eierschalen vom Frühstücksei, geraspelten Möhren, Gurken und Tomaten vom gestrigen Salatteller- Auch hier kommt noch eine trockene Brotscheibe dazu, alles aufgekocht und mit dem Pürierstab in Brei verwandelt!
Wenn ich keine Eierschalen habe füge ich auch mal eine Handvoll Knochenmehl hinzu, besonders dei der Pansenfütterung bringt das gerne die notwenigen Mineralien und verbessert auch die Stuhlkonsistenz.

Die Hauptmahlzeit heute drei Teile Pansen, 1 Teil Rindermuskelfleisch und ein Teil “daily Smoothie” sie stürzen sich gierig darauf.

TAG 7

Ja so ist es , dreimal in der Woche Hühnerhals, dreimal Trofu und einmal Kalbsrippen, das ist vielleicht eine kleine Regelmäßigkeit, da man ja beim Einkauf auch planen muss. Es tut aber auch mal ein Leberwurstbrot, Scheibe Vollkornbrot und dick mit Leberwurst bestrichen kommt durchaus vor. Manchmal habe ich auch Lust auf eine Frühstücksei, sehr weich gekocht (das Tryptophan im Eigelb ist Hitzeempfindlich, deshalb nur minimal bearbeiten 😉 und koche für jeden Hund eines mit. Eier haben wir ja meistens reichlich und frisch und Salmonellenfrei sind sie auch. So ergibt sich ein sehr abwechslungsreiches Frühstück, aber wichtig ist, dass es überhaupt eins gibt, denn sonst wird irgendwann gelber Schaum gespuckt, wenn der Magen zu lange leer ist.

Da wir meistens unser Essen aus frischen Zutraten herstellen ergeben sich immer viele Abschnitte, angefangen von Kartoffelschlaen (selbstverständlich unbehandelt) über Möhren, Spargel, Kohlrabi, also einfach die ganze Palette dessen was wir auch essen. Was mich erstaunt, wenn ich es einzeln gebe wird es oft aussortiert, den zusammengemixten Brei fressen sie , auch pur. Manchmal muss man auch nicht alles hinterfragen sondern einfach akzeptieren, dass es so ist. Steigerungsfähig ist die Akzeptanz noch indem ich beim Kochen ein paar Knochenreste von gestern oder ein übriggebliebenes Stück Wurst mitschmore.

Heute abend gibt es Hälfte Pansen, Hälfte Rindfleisch, beides grob gewolft, zusammengemischt und wie immer, handwarm serviert! Alle putzen den Napf leer, bei Socke dauert es immer etwas länger aber so ist es eben.

Die Woche ist um, nicht dass wir morgen wieder mit Tag 1 anfangen, denn eine Regel gibt es nicht. Außer vielleicht die Hühnerhälse und den relativ großen Pansenanteil an der Ernährung. Ansonsten ist ein großer Teil Improvisation und Gelgenheitskäufe sowie ein Anteil von dem was auch wir essen.

Wie schon gesagt, Regeln mag ich nicht aufstellen, ich kann nur sagen, dass es so funktioniert und vielleicht dem einen oder anderen ein wenig den Druck nehmen, etwas falsch zu machen. Hundeernährung ist nicht halb so kompliziert wie uns die Industrie glauben lassen möchte!

In diesem Sinn “guten Appetit”

Kleinpudel – Black and Tan Pudel – Mittelpudel – Naturpudel-Allergie-Pudel

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