Glückspudel 'vom Salzburger Kopf'

Kleinpudel – Black and Tan Pudel – Mittelpudel – Naturpudel-Allergie-Pudel

Jessie – ein Tagebuch

Jessie flitzt über die Wiese. Die goldene Oktobersonne lockt uns doch noch zu längeren Spaziergängen auch mit der Kleinen. Wie man sieht, habe ich hier das kleine leichte Hausleinchen dran, eine Leine ohne Ösen und Schlaufen, die man beim Spaziergang einfach fallen lassen kann. Denn natürlich soll mein Hund von Beginn an das Gefühl haben, frei mit mir mitzulaufen. Ich brauche diese Leine nur als Sicherheit. Kommt z.B. eine Gruppe Wanderer auf mich zu, stelle ich meinen Fuß auf das Ende des Gurtes.
Denn ich weiß ja nicht wie die Kleine reagiert. Bekommt sie Angst und läuft weg? Rennt sie drauflos und will alle begrüßen oder achtet sie auf mich und beobachtet nur?
In den ersten beiden Fällen wäre es zu spät einzugreifen wenn sie schon losgerannt ist, im letzten Fall hat sie gar nicht das Gefühl als hätte ich irgendwas getan. Meine Sicherheitsleine sonst nichts. Diese nehme ich aber auch immer kurz in die Hand , sage „Leine“ damit sie auf Dauer lernt was das heißt, dass sie jetzt fest ist, und achte penibel darauf nicht zu ziehen, und wenn immer nur kurz. Auch dazu ist diese Leine Klasse, denn ich kann den Hund, der plötzlich vorwärtsstürmt sanft ausbremsen(indem ich die Leine leicht durchrutschen lasse und immer fester zugreife) und nicht abrupt, sie vielleicht sogar umwerfen. Denn natürlich wird sie immer nochmal impulsiv losstürmen oder plötzlich stehenbleiben, wenn sich was interessantes zeigt oder zu schnüffeln gibt. Dann bleibe ich natürlich auch stehen und lasse ihr die Freiheit. Die Welt ist doch so neu für sie und erst langsam wird sie lernen, darauf zu achten, was ich tue und mir zu folgen.
Schnüffelt sie sich zu sehr fest lasse ich das Leinchen wieder fallen, gehe einfach weiter und bin mir sicher, ab einer gewissen Distanz wird sie folgen, denn das ist ihr Instinkt, nicht alleine bleiben zu wollen. Wie schön, wenn sie die Möglichkeit hat das selbst zu entscheiden.
und ich mache mir keine Sorgen, weil sie mal weit weg läuft. Mein Weg in die andere Richtung wird sie zum Mitlaufen bringen. Oder ich rufe mal, natürlich mit dem Leckerchen in der Hand. Und weiter geht’s , Name rufen bedeutet nach Möglichkeit nie das Ende der Freiheit!

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12.Oktober

Morgens schneide ich als erstes ein WienerWürstchen, erst halbiert, dann in kleine Scheibchen. Die habe ich immer in der Tasche damit der kleine Hund in dieser so wichtigen Phase immer belohnt wird, wenn er etwas richtig macht. Z.B. belohne ich jedes Herankommen, wobei ich sie natürlich nur dann rufe, wenn die Wahrscheinlichkeit gegen 100% geht, dass sie auch kommt. Jedes vergebliche Rufen ist ein Rückschritt.
Nichts ist mir wichtiger als dass mein Hund jederzeit kommt wenn ich ihn rufe. Das ermöglicht ihm ja auch eine größtmögliche Freiheit. Die immer größer werdende Schleppleinenfraktion die ich u.a. am Strand gerade erst beobachten konnte, zeugt vom Gegenteil. (es ist soweit, dass es Schleppleinen bei Aldi gibt)

Und ja, manche Hundetrainer mögen es ablehnen, mit Leckerchen zu arbeiten. Aber genau in diesem Alter präge ich die Bahn im Gehirn mit der Verknüpfung: mein Name – und lecker. Also wird sie angeflitzt kommen. Und ganz ehrlich? Wenn sie später bei jedem Ruf sofort umdreht und zu mir kommt, ist mir ziemlich egal, warum sie es tut, Hauptsache sie tut es.
Jetzt im Moment kann ich die natürliche Folgetendenz doch ausnutzen für genau dieses Training und es mit konsequenter Belohnung so festigen, dass es hält. Jessy jedenfalls kommt sogar aus der Gruppe heraus angeflitzt sobald sie ihren Namen hört. Sehen wir zu, dass es so bleibt !


10.Oktober

Ist es nicht genau dss, was wir uns alle wünschen? Ein ruhiger entspannter Hund, der einfach schläft wenn ich am Schreibtisch sitze und grad nichts los ist?


Grad im ersten Lebensjahr eines Pudels , der Rasse, die von null auf hundert in 1 Sekunde gehen kann, ist das das wichtigste Lernziel. Deshalb mache ich in diesem ersten Jahr nichts, was auf Tempo und Rennen abzielt. Das können sie von alleine. Lernen müssen sie aber das andere 😉 Und nie darf ich vergessen, auch das mit Aufmerksamkeit zu belohnen. Hingehen und mit ruhiger Stimme streicheln und sagen „das machst du aber toll“ …… ist es nicht so, dass wir dem Hund oft dafür Aufmerksamkeit schenken, wenn er etwas „Verbotenes “ macht? Ob diese Aufmerksamkeit negativ ist, ist dem Tier herzlich egal, Hauptsache er kriegt sie. Vor dieser Falle muss man sich immer wieder selbst warnen und immer dran denken, das zu belohnen was gewünscht ist.
Ein gutes Beispiel ist auch das zur Zeit durch die ausgeprägte Neugier des kleinen Tieres gehäufte Aufnehmen von Dingen draußen. Alles was neu ist, muß doch probiert und untersucht werden. Steine, Tannenzapfen Blätter und ja, auch eklige Dinge wie tote Mäuse oder Hundekacke vielleicht. Wenn wir aber jedesmal hinrennen und den Kleinen dafür mit Aufmerksamkeit belohnen wird er sich ganz schnell denken, „ich muss nur was ins Maul nehmen, damit Frauchen zu mir gerannt kommt.“ Nicht im Sinne des Erfinders;-)
Dieser Rat ist natürlich zweischneidig, einerseits entspannt bleiben aber natürlich aufmerksam um zu entdecken wann das Gefundene gefährlich werden könnte. Hat jemand gesagt, Hundeausbildung wäre einfach? 😉
Es wäre jetzt schon gut, wenn ein Abbruchsignal für den Ernstfall eingeführt würde. Aber oft hilft auch, den Hund einfach zu rufen und ihn fürs Rankommen natürlich zu belohnen…..

Für’s Protokoll, 12 Wochen, 4,4 Kilo und 32 cm …… ich hab ja extra eine der Kleineren behalten.

04. Oktober

es war schon lustig, wie viele mir gratuliert haben, dass ich die zwei Damen behalten habe. Natürlich nicht! Nur Jessy bleibt hier, ich kam einfach nicht drumrum, denn seit Emil das erste Mal Vater geworden ist, bekomme ich so tolle Rückmeldungen von seinen Kindern dass mich einfach die unglaubliche Neugier plagte, das mal selber zu erleben. Ich möchte diesen Hund nochmal zu einem Assistenzhund ausbilden, wie Socke es war. Einfach weil’s Spaß macht und um nochmal wieder zu erleben, wie einfach das mit so intelligenten Hunden geht . (Oder vielleicht auch nicht 😉 )

Jedenfalls habe ich die Absicht, das schreiberisch zu begleiten, womit ich hiermit beginne 😉

Ach so, Julchen (wie Jay jetzt heißt) ist zu Elke Fünfsinn gezogen und wird dort hoffentlich auch die Zucht bereichen. Eine tolle Hündin, die Entscheidung zwischen beiden ist mir sehr schwer gefallen.

zur Zeit nervt sie die Großen gewaltig 😉

abends im Fernsehsessel

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Jessie 8 Wochen

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Jessie 7 Wochen

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Jessie 5 Wochen

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Jessie 4 Wochen

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Jessie mit drei Wochen

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Jessie mit zwei Wochen

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Jessie mit einer Woche

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