Glückspudel 'vom Salzburger Kopf'

Kleinpudel – Black and Tan Pudel – Mittelpudel – Naturpudel-Allergie-Pudel

so füttere ich ….

j7sockereh1Über und vor allem steht mein Wunsch, den Hunden ein möglichst artgerechtes Leben zu bieten, im Rudel mit viel Bewegung und Freilauf und natürlichem gutem Futter, die Basis für Gesundheit.
Unsere Hunde sind einerseits vom Wolf abstammende Fleischfresser, andererseits haben sie sich seit Jahrtausenden im Zusammenleben mit dem Menschen vermutlich von Kleinnagern und unseren Abfällen ernährt, ich denke, die Fütterung eines Haushundes ist nicht halb so kompliziert wie uns die Futtermittelindustrie gerne glauben machen möchte. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass sie die langjährige Fütterung mit dehydrierter Nahrung und künstlich hergestellten Vitaminen nur deshalb vertragen weil sie eben so robust und anspruchslos sind 😉

Bevor ich ins Detail gehe ein wichtiger Satz, gewachsen aus der langjährigen Erfahrung im Kontakt mit meinen Welpenkäufern:

Macht keine Religion daraus! Wenn es euch zu sehr verunsichert, der Hund Verdauungsprobleme zu haben scheint oder dies und jenes nicht verträgt, das kommt vor. Dann kann ich nur raten sich eines der guten Fertigfutter zu suchen, die der Markt inzwischen bietet und wenn er damit klarkommt sich und dem Hund den Stress des ständigen Herumexperimentierens und der ewigen Sorgen zu ersparen !

Und da ich keinen Futterplan vorgeben möchte habe ich das an dieser Stelle durch eine Beispielwoche ersetzt

zum Frühstück    einen Hühnerhals

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 Der Hund bezieht seine Energie am besten aus Fett, deshalb sollte das gefütterte Fleisch gut durchwachsen sein. Das menschliche Bedürfnis nach magerem Fleisch ist für den Hund unangebracht, es sei denn er hat wenig Bewegung und Übergewicht. Knochen gibt es als Ochsenschwanz, Rippen von jungen Rindern oder Kälbern mit hohem Knorpelanteil oder manchmal auch vom Schaf, dazu Hühnerhälse. Fleischige Knochen finde ich wichtig für die Zahnpflege, genauso wie das Fleisch in möglichst großen Stücken zu füttern was dem Fressverhalten eines Hundes näher kommt als zermatschte “gewolfte”” Ware. Ergänzt wird das durch gelegentlichen Fisch (wenn er im Angebot ist) und auch mal ein ganzes gekochtes Suppenhuhn (dann aber ohne Knochen) oder Hähnchenbrust als Delikatesse und Leckerbissen. Ich finde, (Fr)essen ist auch ein Stück Lebensqualität und auch ich wollte nicht jeden Tag dieselben trockenen Bröckchen essen. Noch abartiger finde ich die Methode, Trockenfutter in Wasser schwimmend anzubieten um sicher zu sein, dass der Hund genug Wasser aufnimmt. Wo bleibt denn da das Artgerechte? Schließlich habe ich keine Seehunde!c7walleknochen

An dieser Stelle muss ich hinzufügen, dass es einige Hunde gibt, denen eine Fleischsorte nicht so gut bekommt. Wenn man bemerkt, dass der Hund Pobleme hat kann man das Muskelfleisch auch abkochen oder auf andere Fleischsorten umsteigen. Das Angebot im Handel läßt in dieser Hinsicht kaum Wünsche offen. Dennoch bin ich fest überzeugt, dass wir kein Strauß, Känguruh oder sonstige Exoten zur Fütterung unserer Hunde benötigen. Auch sollte man es nicht “zu gut” meinen und den Futterplan nicht allzu abwechslungsreich gestalten, meine Erfahrung sagt, dass es wesentlich weniger Unruhe im Magen gibt, wenn man die Fleischsorten nicht zu zahlreich wählt.

Auch ist es extrem wichtig, sich bei Magen/Darm- reizungen an den Fastentag zu halten. Wenn der Darm entzündet ist werden die Wände durchlässiger für große Moleküle, die dann vom Körper als Feind eingestuft werden. So kann man sich ruck-zuck eine Allergie selber “züchten”. Die Tiere wissen schon, warum dsie manchmal die Nahrung verweigern und wir sollten sie dann keineswegs mit Leckereien überlisten doch etwas zu sich zu nehmen.

Es macht übrigens Sinn nicht nur bei Hähnchenhälsen auf  Bio-Qualität zu achten. Fleisch und Innereien von Weiderindern (naturgerecht mit Gras gefüttert anstatt mit Mastfutter) enthalten wesentlich mehr wertvolle Bakterien und Enzyme, sind sogar reich an den berühmten Omega3 Fettsäuren.c7wbarf Im Magen (Pansen) von Kühen aus Mast- und reiner Stallhaltung gibt es wegen der unnatürlichen Fütterung  manchmal entartete Bakterien (EHEC) . Eine Kuh, die naturgemäß ausschließlich von großen Mengen Grünzeug lebt, hat auch ein gesundes Bakterienklima.

Und ich füttere “ad libitum” -ausgerechnete Futterpläne sind genauso albern wie jede Diät, die ich in meinem Leben probierte. Kein Futterplan der Welt kann natürliche Schwankungen eines Lebewesens und seiner Umstände berücksichtigen und man braucht auch nicht täglich alles, sondern es reicht wenn man im Laufe eines längeren Zeitraumes mit dem Nötigen versorgt wird. Auch füttere ich nicht täglich eine abgewogene gleichmäßige Menge, denn in der Natur gibt es nicht jeden Tag ein Kaninchen gleicher Größe und ein so großartiger Organismus wie der eines Säugetieres kann Schwankungen wunderbar ausgleichen, wenn man es ihm nicht abgewöhnt.
Ich halte mich an den alten Rittmeistersatz : “Das Auge des Herrn ist der beste Futtermeister”. Streicht man seinem Hund über die Seite und kann leicht die Rippen fühlen, ist er munter und unternehmungslustig, so hat man alles richtig gemacht.

Auch die Ernährung des jungen Hundes wird nicht anders gestaltet. Ein Welpe/Junghund soll sich langsam entwickeln. In der Natur bekommt der junge Hund nichts anderes als die Alten. Früher galt unter Züchtern der Satz “er muss sich großhungern”. (Bitte nicht wörtlich nehmen, sondern nachdenken, was gemeint ist) Die menschengemachte Überversorgung durch hochdosierte Zusatzstoffe steht im Verdacht ursächlich für viele Erkrankungen, Allergien, Gelenkprobleme und Übergewicht zu sein. Man füttert zunächst fünf Mahlzeiten am Tag und reduziert diese bis zu einem halben Jahr auf zwei. Beim Pudel empfiehlt es sich bei zwei Mahlzeiten am Tag zu bleiben. So verhindert man das Erbrechen von gelber, schaumiger überschüssiger Magensäure, die im leeren Magen entsteht.
Ein normal agiler Hund benötigt pro Tag die Menge Fleisch, die ca. 2 – 3% seines Körpergewichtes entspricht, beim Welpen darf es dann schon auchmal das Doppelte sein, tragende und säugende Hündinnen, aktive Sportler oder Rekonvaleszenten brauchen sicher mehr, aber man merkt schnell, wie hoch der individuelle Bedarf des jeweiligen Hundes ist. Da Frischfutter weder Zucker(auch Malzextrakt, Karamel  oder Rübenschnitzel genannt), noch Glutamat, Hefeextrakte oder sonstige Lockstoffe enthält, die das natürliche Sättigungsgefühl überlisten, und auch keine künstlichen Zusatzstoffe, die in zu großer Menge schaden könnten, darf man – besonders den Welpen – durchaus soviel fressen lassen wie er möchte. Die meisten Pudel die ich kenne, neigen nicht dazu zuviel zu fressen, sondern eher im Gegenteil.

Natürlich ist es von Vorteil, wenn der Hund lernt, alles zu fressen, Frisch- und Fertigfutter, denn auf Reisen oder im Krankheitsfall seines Versorgers, ist es vorteilhaft auf Fertigfutter zurückgreifen zu können. Das ist wie bei uns Menschen- ist die Grundversorgung gut kann man auch ruhig mal eine Currywurst mit Pommes essen.

Es gibt für mich nur ein wichtiges “Zusatzfuttermittel” . Sollte es aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein, dem Hund gelegentlich Knorpel und Knochen zu füttern (z.B. er neigt zur Verstopfung, im Rudel gibt es zuviel Streit usw.) empfiehlt sich die Zugabe eines guten Knochenmehls oder Calziumpulvers (Eierschalen, Calziumcitrat oder Algenkalk) das man leicht untermischen kann. Denn man muß sich immer vor Augen halten dass das meiste Fleisch viel Phosphor enthält und man das mit Calzium ausgleichen muss.

Zusammengefasst sollte sich die für den Menschen geltende Regel “so frisch und so unbehandelt wie möglich” auch für den Hund anwenden lassen. Ansonsten sollte man sich nicht mehr Gedanken über die Fütterung seines Hundes machen als über das eigene Frühstück!

Um es aber noch einmal deutlich zu sagen : Die Mischung macht’s und man darf keinesfalls dauerhaft reines Muskelfleisch füttern nur weil der Hund das besonders gerne frisst.

Hier mein  Video, Fressen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme !:

Und hier ein Link zu einer wirklich gut gemachten Züchterseite mit kritischem Bewußtsein

Jetzt  noch eine kleine Hilfe zum Thema Kalzium, ein Stoff über den besonders Welpenkäufer oft verunsichert sind.  Ich bitte aber zu bedenken, dass die Tests und Experimente zu Bedarfsberechnungen immer an Hunden gemacht werden, die unter Laborbedingungen leben und von klein auf mit Fertigfutter gefüttert wurden. Deshalb glaube ich, dass sie auf einen artgerecht gehaltenen Hund nur sehr bedingt anwendbar sind. Dennoch, die meisten “Drohungen” der Futtermittelindustrie und der an sie angeschlossenen Tierärzte bestehen in Kalzium-Mangelerscheinungen, deshalb möchte ich hier veranschaulichen, wie einfach man dem vorbeugen kann

Kalzium

Braucht der erwachsene Hund nur noch ca. 80mg (10 kg Hund) pro Tag so ist es beim Welpen besonders wichtig, dass man auf eine geregelte Kalziumversorung achtet. Sowohl zu wenig Kalzium, als auch zuviel Kalzium können schaden, wobei das Zuviel deutlich schlimmer ist ! Deshalb Hände weg von Zusatzmittelchen !
Hiervon sind die großen Rassen natürlich stärker betroffen, die Kleinen vertragen Schwankungen und Fehler deutlich besser. Also – keine Panik! Es kann aber dennoch nicht schaden, ein wenig Grundwissen zu haben:
Der Kalziumbedarf ist abhängig vom Gewicht, vom Alter des Welpen und vom voraussichtlichen Endgewicht, das der Hund später einmal haben wird.
Kleinpudel fallen in die Kategorie der Hunde mit ca. 10 kg Endgewicht.
Der Kalziumbedarf eines Kleinpudelwelpen ist wie folgt: (Werte sind aus Meyer/Zenteck entnommen)

3. Lebensmonat: 450 mg — 4. Lebensmonat: 385 mg — 5.-6. Lebensmonat: 255 mg –7.-12.Lebensmonat:130 mg

pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht!

um es einfacher zu machen, Ihr Kleinpudelwelpe braucht mit 3 Monaten bei 4,4 Kilo Gewicht 4,4×450 mg = 1980 mg also knapp 2 Gramm

ein Hund im 4.Monat mit 5,2 kg Gewicht hat einen Bedarf von: 5,2 kg x 385 mg/kg = 2002 mg, also 2 Gramm

im fünften Monat bei 7 ,5 kg = 7,5x 255 ergibt 1912 mg also knapp 2 Gramm

und mal wieder zeigt sich, wie kompliziert “Regeln und Tabellen” die Dinge machen, , anstatt es ganz einfach auszudrücken:

der Welpe braucht also, egal wie alt , ca. 2g Kalzium am Tag, deshalb ist er mit einem kräftigen Hühnerhals oder einem Stück Kalbsknochen gut versorgt ! Und je mehr er wächst umso mehr verschiebt sich einfach nur das Verhältnis und der Hühnerhals wäre immer noch richtig

Hier nun einige Beispiele zum Kalziumgehalt verschiedener Futtermöglichkeiten (in 100gr  “Originalmaterial”)

1 Tl gemörserte Eierschale 1600-1800 mg — Kalbsknochen 14.000 mg! — Rinderbrustbein mit Fl 2800-3000mg

Knochenmehl (Hinweise des Herstellers beachten)- Hühnerflügel 1100 mg –Hähnchenhals (mit Fleisch dran) 900-1800 mg (je nach Fleischanteil)

Käse 700-800 mg—Hüttenkäse ca.900 mg– Haferflocken 270 mg— Joghurt 180 mg—Milch 120 mg

Was oft vergessen wird : Mineralwasser gibt es mit bis zu 350 mg Kalzium pro Liter. Warum also nicht auch das Trinkwasser des Welpen durch ein gutes Mineralwasser (ohne Gas) ersetzen?

Fleisch enthält nur sehr geringe Mengen Kalzium , Rindfleisch ca. 10 mg und Schaf ca. 20 mg .

Falls jemand Probleme mit unserem Dezimalsystem hat 😉 1000mg sind ein Gramm !

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